Joerg Staudacher

Datenmanager

Werden Verkäufer in Zukunftzu Datenmanagern? Dem Eskimo den sprichwörtlichen Kühlschrank verkaufen zu können galt über Jahre als Ritterschlag für Verkaufsprofis, die ihr Metier in Perfektion beherrschten. Man stellt sich dabei den vor Kälte schlotternden und gleichwohl charmant und witzig auftretenden Aussendienstler mit Schlips und Aktentasche vor, der am Nordpol den staunenden Einheimischen mit Händen und Füssen und vor allem mit glühendem Enthusiasmus die Vorzüge von sauber unterteilbaren Kühlregalen zur optimalen Haltbarkeit des täglichen Fischfangs vorexerziert. Verkaufen heisst überzeugen können, einem potenziellen Käufer eine Leistung oder ein Produkt so gekonnt schmackhaft zu machen, dass diesem schnell die Argumente ausgehen, weshalb er nicht zum Kauf schreiten sollte. Die mit dem Eskimo Kühlschrank-Bild eng verknüpfte Urvorstellung, was denn eigentlich das Berufsbild eines Verkäufers ausmacht, hat sich speziell in der jüngeren, vom technologischen Wandel geprägten Vergangenheit etwas überholt. So stehen im Anforderungsprofil für einen Verkaufsprofi in der heutigen Zeit noch viel mehr Skills drin als überzeugendes, empathisches Auftreten oder Kontaktqualitäten. Nämlich Punkte wie Kundenbindung, Key Account Management, betriebswirtschaftliches Denken, Planungsfähigkeit, CRM Kultur, Selbstmanagement, ganzheitliches Marketingverständnis. Weiterlesen

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Events 2020

Aus dem Unterricht Events 2020 berichtet Stefanie Buchser Bei Events 2020 handelt es sich um aktives Erlebnismarketing, das die Teilnehmer aktiviert, Einmalig- und Zugehörigkeit vermittelt und eine hohe Kontaktintensität sowohl der Gäste wie auch des Gastgebers fordert. Die multisensualen Reize sollen aufeinander abgestimmt sein, damit sie die Aufnahme, Verarbeitung und Speicherung der Informationen erleichtern und damit die Markenwirkungen verstärken. Die Reize können visueller, akustischer, olfaktorischer und gustatorischer Art sein. Events müssen als Ziel in der Marketingkommunikation definiert und vom Management gewollt sein. Der Einsatz von Events muss strategisch Sinn machen. Zudem soll sich die Möglichkeit bieten, Daten der Teilnehmer zu sammeln und diese zu verfeinern, damit sie schlussendlich zur Kundenpflege und abschlussorientiert im Salesprozess genutzt werden können. Als Ziele sollten immer Kontakt-, Kommunikations- und ökonomische Ziele vereinbart werden. Events 2020 können in unterschiedlichen Ausprägungen stattfinden, anbei einige Beispiele. Kommunikationsziel Art des Events Bewusstseinsbildung Aufklärungsveranstaltung Veranstaltung zu Kampagnenbeginn Emotionalisierung und Aktivierung alle Eventformen; insbesondere Motivationsveranstaltung, Incentive-Event Information und Kommunikation Kongress, Forum, Tagung, Workshop Imagebildung alle Eventformen Produktkommunikation Produktpräsentation Promotion-Event, Promotion-Tour Ausstellung Messe-Event Unternehmenskommunikation Tag der offenen Tür Unternehmenspräsentation Generalversammlung Messe-Event Multiplikatoren-Ansprache Presse-Event PR-Event VIP-Event Händlermeeting Indirekte Ziele Hospitality bei Sponsoringengagements Quelle: Unterlagen zum Unterricht von Dominik Leonhardt In Gruppenarbeiten wurde von jeder einzelnen Gruppe ein Grundkonzept eines Events, bei dem Daten gewonnen werden sollen, erarbeitet und präsentiert. In einem zweiten Schritt wurde der Event weiter verfeinert und ausgearbeitet, um eine bessere Datengewinnung und Datennutzung zu gewährleisten. Nach dem Event soll eine Eventkontrolle oder ein Measurement (= Grundlage für konstante Optimierung) durchgeführt werden. Gründe dafür sind unter anderen, dass die Budgets unter Spardruck vergeben werden, die Messung Investitionen rechtfertigen und hinterfragen, was dieses Engagement wirklich bringt. Zum Schluss einige Tipps aus der Praxis: auffallen, nur nicht um jeden Preis Authentizität ist sehr wichtig Transparenz und Ehrlichkeit Daten mit Fingerspitzengefühl sammeln Kommunikationsflüsse zwischen dem Auftragsgeber, der Agentur und Dritten kanalisieren ehrliches Debriefing durchführen- den Erfolg messen und zusammen feiern

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Gender Selling 2020

Gender Selling 2020 von Stephan Breitenmoser Warum ist Gender Selling 2020 so wichtig? Das Vertriebspotential bei «Frauen» gilt es nicht zu unterschätzen. Die Bedeutung des Unterschieds «Mann/Frau» und deren Auswirkung im Verkaufsprozess erfolgt unter dem Lehre Gender Selling. Theorie-Basis bildet die Erkenntnis, dass Frau und Mann sich unterschiedlich verhalten. Man spricht dabei aber auch von Vorurteilen, Stereotypen und Diskriminierung. Tatsächlich sind Stereotypen bei Frau/Mann nachweissbar und, gegenüber der allgemeinen Einstellung, auch in anderen Kulturkreisen treffend eingeschätzt oder sogar unterschätzt. Erstaunlich ist, wie veränderungsresistent diese sind, z.B. verursacht über starke Ausprägung in der Erziehung. Gleichzeitig hilft dies in der Praxis aber für das einfache Einnorden und Massnahmenplanung, damit dem Thema Rechnung getragen werden kann.Das Verständnis dafür ist nicht neu. Bereits 1955 hat Chrysler bei der Umsetzung von «Frauen-Spezifischen» Features im Auto sich dem angenommen. Auch in der Werbung: Waren früher dem Zeitgeist entsprechende typische Kommunikations-Beispiele dafür rund um die Waschmittel-Vermarktung zu finden, so sind heute die bekannten Vertreter im B2C bei den Klassikern Gillet, Coca-Cola zu finden. Oftmals in überspitzter Form.Die Definition in der Zielgruppen folgt auch einem klar wirtschaftlichen Gedankengut. Obwohl bekanntlich nur Hälfte der Bevölkerung Frauen sind, werden 93 % der Entscheide beim Einkauf von Food, bei Ferien > 90%, in Gesundheitsfragen 80%, für Bank-Kontos 87% vorgenommen. Zudem – bei 50% der Güter, welche eigentlich für den Mann sind, entscheidet die Frau! Perspektive der Frau einnehmen zur Eröffnung von grösserem Vertriebspotential Frauen sind in vielen Bereichen überdurchschnittliche entscheidend für Verkaufsentscheid und so verantwortlich für ein bedeutsames Einkaufvolumen. Trend: wachsend! In Zielgruppendefinitionen muss Gender-stereotypisches berücksichtig werden. Im Produkte-Design soll dies vermehrt beachtet werden. (Beispielhaft: Boxhandschuhe nicht in rosa Farbe, dafür die Handgrösse von Frauen berücksichtigen) Der stereotype Einkaufsprozess bei Frauen ist wesentlich komplexer als beim Mann. Die Ansprüche des weiblichen Geschlechts steigt, auch durch die höhere «Einkaufsmacht». Digital Vertrieb, sprich Anwendung in Web-Shops, online Produkte-Beschreibungen, online Dialog-Marketing, etc. gilt es dies umsetzen, sodass Frauen sich wohlfühlen und einkaufen.   Praktische Umsetzung von Gender Selling 2020 bei einem Finanz-Institut – der Zak Ich habe das Thema Gender Selling2020 bei der Smartphone-Bank, Zak (der Bank CLER) auf der Mobil-Webseite analysiert und dabei die Schlüssel-Elemente mit Fokus «Frau» bewertet. Die Umsetzung via Mobile-Webseite (One-Page Ansatz) ist zusätzlich schwierig. Gespannt war ich entsprechend wie gut dies umgesetzt wurde, insbesondere, da eine Branding-Agentur und eine Werbeagentur dies mit-realisierten. Botschafts-Elemente, Aussagen mit Fokus «Frau»Die Positionierung fokussiert insbesondere die Jungen (ab 15) – das weibliche Geschlecht wird an keiner Stelle als Zielgruppe genannt. Ein eigentlich spannendes Thema für die Frau, die Funktion «Gemeinsame Töpfe» für das Sparen/Auswertungen, werden nur auf dem «Ego-Ansatz» und nicht mit dem typischen Gemeinschaftssinn oder Familiengedanken angegangen. Vertrauen wird argumentiert mit Transparenz Verschlüsselung der Daten und der Einlagensicherheit von 100’000 CHF. Mehr ist vermutlich nicht möglich. Dinge im Einsatz und Kontext sehen wird wenig genutzt, stattdessen einfache Screen-Shots, welche die Anwendung in der Mobile-Banking-App zeigen. Trotzdem, rund in der Tonalität / Ansprache wird sehr geschickt mit gewinnenden Überschriften gearbeitet, aber nie auf das weibliche Geschlecht bezogen. Graphische-Elemente mit Fokus «Frau»Die verwendete Schrift entspricht vermutlich weiblichem Stil – sie ist schön aber nicht übertrieben. Aber es finden sich keine schematischen Darstellungen, welche die Zusammenhänge einfach aufzeigen. Stattdessen wir nur die klassischen Listen (Aufzählungen) eingesetzt. Die Farben sind minimalistisch gewählt (nur Blau und Schwarz). Nur ganz wenige emotionale Farbgebung (erst im weiteren Verlauf) mit einigen wenigen Bildern (Vater/Sohn einerseits, stereotypes Bild von Frauenfüssen und Schuhauswahl) ohne Kontext. Usability-Elemente mit Fokus «Frau»Übersichtlichkeit ist bei dem Thema insbesondere im Mobile schwierig. Mit dem zentralen Navigations-Element zentral im Webseitenkopf wird dies jedoch sehr gut gelöst. Es braucht deshalb auch die empfohlen Vor-/Zurück-Funktion nur wenig für den Onboarding-Start oder punktuell weiterführende Seiten mit Detail-Informationen.Eine Zwischenspeicherung oder Merklisten ist nicht vorhanden da als nächster Schritt nur die Kontoeröffnung möglich ist. Diese wurde jedoch an dieser Stelle nicht weiter geprüft. Dialog/Kommunikations-Elemente – Bewertung ZakDie Kontaktfunktion zum Zak Team (also dem Dialog mit Experten) via Telefon und anderen Kanälen ist erst am Schluss zu finden, was doch stören ist, da die Webseite wirklich sehr lang ist. Es gibt auch die Feedback-Möglichkeit mit der Cler-Community, zwar nur mit Login, aber es wird ein Dialog ermöglicht. Social Media-Verlinkung, Empfehlungen von Dritten oder auch weitere Glaubwürdigkeitsbestätigung von Vergleichsportalen, welche Frauen gerne in den Entscheid einbeziehen, werden nicht angeboten. Fazit: Aus meiner (männlichen) Sicht ist es Zak nicht genügend gelungen, die empfohlen genderspezifischen Elementen für «Frauen zu berücksichtigen. Aus der Presse konnte man erfahren, dass die quantitativen Ziele von Zak hinsichtlich Nutzer-Gewinnung weit hinter den Erwartungen liegen. Ob dies auch an der Ansprache der weiblichen Klientele liegt?  Quellen: https://www.finews.ch/news/banken/38842-bank-cler-maria-vacalli-zak-mobile-banking Peter, 2005 Format HWZ_ Gender Selling_Handout Zak Mobile Webseite (2020). Zak – Die erste echte Schweizer Bank auf dem Smartphone. Und das gratis. Abgerufen 25. Mai 2020, von via Mobil https://www.cler.ch/de/info/zak Scholtysik & Partner AG (2020). Zak – der Name ist Programm. Abgerufen 25. Mai 2020, von https://scholtysik.ch/zak-bank-cler-name-ist-programm/ eCommerce Werkstatt GmbH. Shecommerce – Die Frauenfreundliche Onlineshop-Konzeption. Abgerufen 20. Mai 2020, von https://www.ecommerce-werkstatt.de/magazin/shecommerce-die-frauenfreundliche-onlineshop-konzeption/

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Sales Excellence im Sales 2020

Warum Sales Excellence im Sales 2020 so notwendig ist von Thomas Aregger In internen Unternehmensbereichen wurde über Jahre viel Zeit ins Produktivitätsmanagement investiert. In den Vertriebsbereichen wollte man sich bis anhin jedoch nicht mit lästigen Analysen und Entscheidungsfindungen aufhalten und wollte einen hohen Anteil an Intuition und Improvisation walten lassen. Das Sales Excellence im Sales 2020 soll System in den Verkauf bringen und die Kundenorientierung kontinuierlich verbessern ohne Raum für Flexibilität zu verlieren. Gerade dem Vertrieb wird ein hohes Potenzial an Produktivitätssteigerung zugesprochen. Instrumente im Vertriebsmanagement Sales Excellence umfasst sämtliche Instrumente im Vertriebsmanagement und baut auf ein systematisches Management im Verkauf auf. Darunter gehören: Vertriebsstrategie Vertriebskanäle Management eines Mehrkanalsystems Kooperation mit Absatzmittlern preispolitische Entscheidungen und E-Commerce Strategie die Gestaltung der Vertriebsorganisation systematische Vertriebsplanung Gestaltung der Vertriebskultur Personalführung Kundenbeziehungs-, Beschwerde- und Key Account Management. Das Sales Excellence-Modell der HWZ Das Modell wird in 4 Bereiche unterteilt und als gesamtes zu Sales Excellence zusammengeführt. 1 Informationsmanagement: Dies ist in den meisten Unternehmen die Schwachstelle aber dort könnte der grösste Hebel angesetzt werden. Dies beinhaltet vor allem Markt- und Wettbewerbsdaten, Kundendaten und Trendanalysen. 2 Transformation: Eine Transformation kann z.B. sein, die Digitalisierung in den Verkauf vermehrt einzubringen. Dies kann beinhalten dass die Mitarbeiter, die Führung, Kultur oder Prozesse überarbeitet werden müssen. Man muss sich und die Firma hinterfragen und verbessern und am besten den Kunden miteinbeziehen. 3 Vertriebsmanagement: Hier geht es darum wie der Vertrieb organisiert, der Kundenwert berücksichtigt und der Verkauf optimiert wird. 4 Vertriebsstrategie: Wie wollen wir unsere Produkte oder Dienstleistungen anbieten und welche Zusatzleistungen können wir unseren Kunden bieten? Diese Strategie sollte jährlich überarbeitet werden. Umsetzung von Sales-Excellence in der Praxis Um das bestmöglichste Sales-Excellence auf das Unternehmen anwenden zu können benötigt es eine Untersuchung in den folgenden 4 Bereichen. Vertriebsstrategie: welche Vertriebswege für welche Märkte, Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern (z.B. Händlern), Verteilung der Vertriebsressourcen Vertriebsmanagement: Organisation, Planung/Kontrolle, Personalführung, Vertriebskultur, Aufbau- und Ablauforganisation Informationsmanagement: kundenbezogene Informationen, Kundenpotenzial, Kundenprofitabilität, Kundenzufriedenheit und -bindung Kundenbeziehungsmanagement: Schnittstelle zum Kunden systematisch managen, Qualifikation der Vertriebsmitarbeiter, Internet-Auftritt, Value-Added-Services, Beschwerdemanagement, Key Account Management Im folgenden Beispiel werden die Ansätze für das Sales-Excellence anhand eines Distributionsbetriebs erläutert: Die Auswertungen haben bei den Objekten folgende Konsequenzen erfahren. Die bestehenden Kunden wurden nach Umsatz und auch nach Potential gewertet und anschliessend wurden die Kommunikation und auch der Vertrieb danach ausgerichtet. Diese Kunden wurden vermehrt in die Prozesse mit einbezogen, wurden enger betreut und vermehrt auf ihre Bedürfnisse Rücksicht genommen. Bei der Überprüfung der Vertriebskanäle hat sich ergeben, dass sich viele Kunden gerne über den Webshop informieren möchten. Sie möchten Preise und Verfügbarkeiten direkt sehen und Kundendaten speichern und einsehen können. Vergangene Bestellungen und aktuelle Serviceaufträge sollen im Kundenkonto ersichtlich sein. Hierfür wird der Webshop ausgebaut und als erweitertes Informationstool für den Kunden aufbereitet. Dies entlastet den internen Verkauf und generiert den Kunden einen Mehrwert.

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Studienstart

Normalerweise wären hier freudige Menschen in einem Klassenraum zu sehen aber heute müssen gezeichnete Personen reichen (Zoom-Fotos gab es genug!). Der CAS Sales Management und der CAS Digital Sales des Masterprogramms Sales Excellence der HWZ sind erfolgreich trotz Corona in digitaler Form gestartet. Die ersten digitalen Gehversuche sind noch schüchtern, aber wir sind uns sicher, dass wir alle deutlich an Fahrt gewinnen werden. Es ist sicher nicht das gleiche. Es ist neben all den vielen Herausforderungen aber eine grossartige Chance für neue Erlebnisse. Mein erstes Fazit – Kamera sollte immer an sein, Gruppenübungen haben viel bessere Ergebnisse und Zeit für den sozialen Austausch muss man sich digital oder analog nehmen Da jetzt alle Apero-Präferenzen bekannt sind und der Austausch über exotische Länder und extrem tolle Dive-Spots auch digital funktioniert, wünschen wir allen Studierenden und Dozierenden eine ganz tolle Zeit. Wir dürfen lernen und uns verändern und dass ist ganz grundsätzlich sehr positiv.

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Marketing Automation B2C

Digitalisierung, Internet und Social-Media-Plattformen haben das Suchverhalten und die Entscheidungsprozesse von Kunden stark verändert. Egal ob im Business- oder im Endkundengeschäft: Menschen kaufen heute anders. Wir leben in einer Überangebotswelt und die Marktmacht liegt beim Käufer. Die Veränderungsdynamik steigt. Potenzielle Kunden sind digital unterwegs, viele Anbieter kommen der Entwicklung ihrer Kunden längst nicht mehr hinterher. Wählerisch, fordernd und gut informiert geben sie die Richtung vor, sind in immer grösseren Netzwerken organisiert. Sie entscheiden über Erfolg oder Misserfolg einer Marke und das stellt Verkauf und Marketing vor grosse Herausforderungen. Was ist Marketing Automation Die Möglichkeiten der Marketing Automation sind sehr breit und bieten ein enormes Potential. Am besten werden die Prozesse automatisiert, welche jetzt schon manuell gemacht werden oder die, für welche immer zu wenig Zeit dafür da ist. Marketing Automation oder auch Marketing Automatisierung genannt, ist eine softwaregestützte Methode des Online Marketings, mit der Marketing- und Verkaufsprozesse systematisch entlang der Customer Journey automatisiert werden. Dabei geht es nicht vorrangig um den Technikeinsatz im Marketing, sondern in erster Linie um eine veränderte Denkweise, welche technisch unterstützt wird. Die Marketing Automation hilft alltägliche Marketingaufgaben, die aus Zeitmangel gerne vernachlässigt werden, systematisch und automatisiert zu erledigen. Das primäre Ziel der Marketing-Automation ist es, dem Informationsbedürfnis heutiger Kunden zu begegnen. Die digitale Transformation hat das Kundenverhalten und die damit verbundenen Ansprüche extrem verändert. Der Kunde von heute will gehört werden und er will vor allem das ein Unternehmen seine Bedürfnisse versteht. Manuell ist eine solche Ansprache im Marketing jedoch aus personellen Gründen nicht realistisch. Hier setzt entsprechend Marketing-Automation an. Marketing-Automation-Software hilft einem Unternehmen dabei, Kunden automatisiert und individuell zu erreichen. Sie sprechen ihn jeweils direkt, passend zu seinen persönlichen Interessen und in Echtzeit an. Darüber hinaus ermöglicht Ihnen die Marketing-Automation eine genaue Analyse der Massnahmen anhand von Daten. Fazit Auf der sich ständig verändernden digitalen Spielwiese reicht es nicht mehr aus, laut zu sein um Aufmerksamkeit zu erhalten. Unternehmen müssen die eigenen Kunden kennen und verstehen, wann und wie diese aktiviert werden können. Ein tiefes Verständnis der Bedürfnisse ist Voraussetzung, um eine Zielgruppe in den Bann der eigenen Marke zu ziehen und in deren Customer Journey zu begeistern. Mit Marketing-Automation werden Kunden erst dann aktiv angesprochen, wenn die Inhalte und das Angebot für ihn relevant werden. Zum Zeitpunkt der Recherche und früh in der Customer Journey. Als positiven Nebeneffekt wird Content dadurch viel langlebiger, da er über einen langen Zeitraum verwendet werden kann und jedem einzelnen Interessenten erst dann zugespielt wird, wenn es für Ihn Relevant ist. Mit Marketing Automation begleiten die Unternehmen Ihre Kunden entlang des gesamten Entscheidungsprozesses.

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Gamification 2019

Aus dem Unterricht Gamification 2019 von Manuel Martínez Gamification, schon die römischen Kaiser wussten ihr Volk mit Brot und Spielen für sich zu gewinnen. Was ist überhaupt Gamification? Gamification 2019, auf Deutsch, Gamifikation oder Gamifizierung, bietet die Möglichkeit, die Faszination, die Spiele auf Menschen ausüben, für sich zu nutzen. Die Kunst die Anwendung spieltypischer Elemente auf einem nicht spielerischen Kontext zu übertragen. Typische Elemente aus Spielen sind etwa das Sammeln von Punkte, Ranglisten, Wettbewerbe, Zeitdruck, Austausch innerhalb einer Community und natürlich die Belohnung, sogenannten Highscores. Gamification ist zwar ein neuer Begriff aber kein wirklich neues Phänomen. Am verbreitetsten eingesetzt wird es bei Airlines für ihre Loyalitätsprogramme der Vielflieger, das Sammeln von Meilen und den Erwerb eines Status. Im Vergleich zu Loyalitätsprogrammen, die nur die extrinsische Motivation in Form von Belohnungen wie Gratisflügen anspricht, setzt Gamification auch auf intrinsische Motivation. Das heisst die Motivation wird durch die Tätigkeit selbst ausgelöst. Welche konkreten Marketingziele können mit Gamification erreichet werden? Die Forschungslandschaft kennt keine scharfe Trennung was noch unter den Begriff Gamification fällt. Zahlreiche Positiv-Beispiele zeigen, dass der Einsatz von spielerischen Elementen durchaus Potential bietet unterschiedliche Unternehmensziele zu erreichen: Familiarity – vor der Veröffentlichung des Buches „Decoded“ des Rappers Jay-Z wurden vorab Seiten des Buches im Zuge einer digitalen Schnitzeljagd an bedeutenden Stationen im Leben des Rappers platziert. Mit Erfolg: Das Buch schaffte es in die Bestsellerliste der New York Times. Meinungsforschung. Im Bereich der Marktforschung gibt es zahlreiche Möglichkeiten von Gamification zu profitieren. Zum einen können Meinungsforschungsinstitute profitieren indem sie eher langweilige Fragebögen und Online-Umfragen durch spielerische Elemente unterhaltsamer gestalten. Zum anderen können Unternehmen die Aktivitäten ihrer Spieler auswerten und anschliessend in die Gestaltung von Marketingmaßnahmen wie zielgerichteter Werbung mit einfließen lassen. Verhaltensbeeinflussung. Menschen fällt es schwer einmal gefasste Vorsätze wie umweltbewussteres Verhalten oder mehr Bewegung in die Tat umzusetzen, auch wenn die Folgen des Klimawandels und von Übergewicht bestens bewusst sind. Die Fun Theorie von Volkswagen zeigt, dass Menschen mit Gamification beispielsweise dazu gebracht werden können, statt der Rolltreppe freiwillig die Treppe zu nehmen, das Altglas wegzubringen oder sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Simple Energy. Ziel des Spieles ist es, Menschen anzuregen Energie zu sparen. Die Nutzer lernen den Energieverbrauch zu verstehen und zu senken. Dabei treten sie in Wettbewerb zueinander und können Abzeichen erwerben. Kundenbindung. Menschen sind erstmals unaufmerksamer als Goldfische. Das behauptete Mitte 2015 eine Studie von Microsoft Kanada die weltweit mediale Aufmerksamkeit fand. Die Untersuchung stellte die Behauptung auf, Menschen hätten inzwischen eine geringere Aufmerksamkeitspanne (8 Sekunden) als ein Goldfisch (9 Sekunden). Die Studie bleibt fragwürdig doch was unbestritten ist, wer langweilt wird übersehen. So ist beispielweise die Verweildauer auf Social Media Seiten von Unternehmen erschreckend kurz. Gründe hierfür sind eine Flut kommunikativer Massnahmen sowie die gestiegene Spass- und Erlebnisorientierung. Kunden wollen nicht mehr nur konsumieren, sondern aktiv partizipieren. Auch hier ist es Unternehmen möglich durch den geschickten Einsatz von Gamification den eigenen Brand mehr am Leben der Konsumenten teilnehmen zu lassen. So geht es beispielsweise den meisten Fluggästen gleich, die Zeit des Fluges vergeht für die wenigsten wie im Flug, sondern ist eher von Langeweile oder von Flugangst geprägt. In Kooperation mit Google Apps konnte Virgin America 2009 mit Day in the Cloud ein erfolgreiches Bord-unterhaltungsprogramm starten, welches den Gästen ermöglicht als Team Challenges zu lösen und gegen die Fluggäste eines anderen Fluges anzutreten. Ein weiteres vielfach aufgeführtes Gamification Erfolgs-Beispiel ist Nike+. Die Lauf-App mit deren Hilfe den Trainingserfolg dokumentiert und andere herausfordern kann. 28 Millionen Menschen nutzten im Jahr 2014 Nike+, womit Nike einen grossen Teil der aktiven Läufer abdeckt. Crowdsourcing. Crowdsourcing bezeichnet die Auslagerung von meist zeitintensiven Aufgaben, an Online-User. Ziel ist es das Wissen und die Kreativität von Tausenden zu nutzen und Arbeiten auszulagern, die von Computern nicht gelöst werden können. So können Hobby-Wissenschaftler im Online-Game foldit versuchen Proteinmoleküle optimal zu falten, um zu helfen die Struktur von Proteinen zu entschlüsseln. Ebenso eingesetzt von Digitec / Galaxus bekannt als digitec Play, mit dem jeden Umsatzfranken, Community-Beiträge, Bewertungen, Likes, öffentliche Einkäufe den Kunden zum nächsten Level freispielt mit dem Ziel sich schlussendlich als Topscorer einen Platz in der Hall of Fame zu sichern, je höher das Level, desto grösser die Ehre. Product Placement. Die Zusammenarbeit zwischen den Luxus Brand Louis Vuitton und Riot Games illustriert mit Louis Vuitton x League of Legends für die diesjährige Weltmeisterschaft in Paris die Power von Gamification. Die Looks der Hauptfiguren des beliebten Spiel wurden von Stardesigner Nicolas Ghesquière entworfen welche exklusiv online, mit weiteren 47 Luxus Produkte der Kampagne erhältlich sind. Fazit: Eignet sich Gamification als Marketinginstrument? Es wird deutlich, dass Gamification ein starkes Instrument ist, um die Aufmerksamkeit von Kunden zu steigern um unterschiedliche Ziele zu erreichen. Der aktuelle Google Trends Report belegt, dass das Interesse an Gamification seit 2011 kontinuierlich gestiegen ist.           (Quelle: https://trends.google.com/trends/explore?date=all&geo=US&q=gamification) Weiterhin prognostizieren im Eco Trend Report 2020 60% der befragten IT-Experten, dass sich Gamification in Bereichen wie Bildung und Marketing sich weiter durchsetzen wird und insbesondere Cloud Gaming mehr und mehr zum Einsatz kommen wird. Darüber hinaus lässt insbesondere die Entwicklung auf dem Smartphone-Markt ein steigendes Potential für mobile Games vermuten. Neben all der Euphorie um Gamification ist im Google Trends Report aber auch eine deutliche Stagnation beim Suchinteresse zu erkennen. War Gamification 2019 vor einigen Jahren aufgrund des Novums noch eine innovative Option, werden spielerische Elemente nun von mehr und mehr Unternehmen eingesetzt. Es wird also bedeutend komplexer sich mit Gamification im Marketing von der Masse abzuheben und Konsumenten vor allem dauerhaft mit einer spielerischen Anwendung zu binden. Vielmehr ist es unabdingbar aktuelle Spieletrends und technologische Entwicklungen, insbesondere Augmented- und Virtual Reality, im Auge zu behalten und eigenständig umzusetzen. Quellen: Stempf, Nora S. «Die verspielte Gesellschaft». Gamification oder Leben im Zeitalter des Computerspiels (2012) https://adbox24.de abgerufen am 28.12.2019 https://trends.google.com/trends/explore?date=all&geo=US&q=gamification abgerufen am 28.12.2019 https://www.trendreport.de/die-gamification-der-arbeitswelt/ abgerufen am 28.12.2019 https://creditreform-magazin.de/unternehmen/wie-unternehmen-von-gamification-profitieren/ abgerufen am 28.12.2019 https://de.louisvuitton.com/deu-de/geschichten/louis-vuitton-x-league-of-legends# abgerufen am 28.12.2019

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Business Processmanagement 2019

Aus dem Unterricht Business Prozessmanagement 2019 von Nicole Kerber In einer immer dynamischeren und digitalisierten Welt, welche sich zunehmend von einer produktions- hin zu einer serviceorientierten Industrie entwickelt, spielen die zugrunde liegenden Prozesse eine grosse Rolle. Kurze Wege, klare Anweisungen und eine transparente Ausgestaltung der Abläufe wirken sich nicht nur auf das Unternehmen selbst, sondern bis auf den Endkunden positiv oder im schlimmsten Fall negativ aus. Um ein Unternehmen, egal ob Start-up oder Grosskonzern, effizient und zukunftsweisend aufzustellen kann Business Prozessmanagement 2019 (BPM) unterstützend eingesetzt werden. Was genau ist BPM? Der Ursprung von BPM ist im IT-nahen Umfeld zu finden und ist sehr auf die Innensicht eines Unternehmens fokussiert. BPM setzt sich mit der Identifikation, Analyse, Gestaltung und der kontinuierlichen Optimierung von formellen Geschäftsprozessen auseinander, um eine maximale Effizienz in der Organisation zu erreichen. Mittels BPM lassen sich redundante Prozesse eliminieren und Doppelspurigkeiten aufzeigen. Es hilft die Prozessstandardisierung in der Organisation voran zu treiben, klare Verantwortungen zu definieren und die Grundlage für eine weiterführende Automatisierung zu legen. Damit lässt sich die Geschwindigkeit definierter Prozesse erhöhen (z.B. Go-to-Market Prozesse), operationale Kosten reduzieren und im weiteren Sinne auch positive Wirkungen auf die Customer Experience erzeugen. Allerdings ist BPM kein Allheilmittel und ist mit Bedacht einzusetzen. Unternehmen sind gut beraten sich auf die Kern- und repetitiven Standardprozesse zu konzentrieren. Durch eine Überadministration von Prozessen nimmt man sich ansonsten notwendige Flexibilität und Agilität, um auf Marktveränderungen reagieren zu könne. Es hemmt auch die Kreativität der Problemlösung und das unternehmerische Denken, da es eine gewisse Starrheit mit sich bringt. Für eine nachhaltige Einführung ist auch eine ständige Überprüfung und Anpassung notwendig. Gibt es Alternativen zu BPM? Neben dem traditionellen BPM wird vor allem im Zusammenhang mit Kundenprozessen zunehmend die modernere Variante des Design Thinkings und die Teildisziplin Customer Journey Mapping eingesetzt. Beim Design Thinking bedient man sich eines interaktiven Prozesses, der konstant die Kundenbedürfnisse in den Mittelpunkt der Lösungsfindung stellt. Im Unterschied zu BPM will man beim Design Thinking neben der Technologie und den Prozessen die rationalen und emotionalen «pain points» des Kunden verstehen. In einem kundenfokussierten, iterativen Prozess werden Ideen entwickelt, mit dem Kunden analysiert, Prototypen entwickelt, Feedback eingeholt und eingearbeitet. Dies gewährleistet eine auf den Kunden zugeschnittene Lösungsfindung und enorme Schnelligkeit in der Umsetzung. Customer Journey Mapping ist eine Variante des Design Thinkings und fokussiert sich auf die Customer Experience. “The best way to map the customer journey: walk in their shoes”. Getreu diesem Motto wird bei dieser Methode der Kunde in die Erstellung de Customer Journey Frameworks mit integriert, um das beste Ergebnis heraus zu arbeiten und somit die Customer Experience zu erhöhen. Fazit Business Prozessmanagement 2019 und Design Thinking sind wertvolle Tools für eine effektive und effiziente Ausrichtung der Unternehmensprozesse, um eine klare und nicht zu komplexe Prozesslandschaft aufzustellen. Wohingegen BPM sich klassisch auf interne und wiederkehrende Unternehmensprozesse konzentriert, ist Design Thinking und Consumer Journey Mapping nach aussen zum Kunden hin orientiert. Letzeres auch kann als Startpunkt für ein nachfolgendes kundenorientiertes BPM verwendet werden. Beide Methoden bewirken in den meisten Fällen veränderte operative Ablaufprozesse und sollten von Change Management Aktivitäten begleitet werden.

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Sales Analytics 2019

Aus dem Unterricht Sales Analytics 2019 von Lisa Stinner Sales Analytics 2019 hat einen zunehmenden Einfluss auf die Praxis. Für Warren Buffet, den milliardenschweren Grossinvestor (Forbes, 2019), ist die Durchsetzungskraft von Preiserhöhungen gegenüber dem Kunden das Hauptmerkmal eines guten Geschäfts. „The single most important decision in evaluating a business is pricing power. If you’ve got the power to raise prices without losing business to a competitor, you’ve got a very good business. And if you have to have a prayer session before raising the price by 10 percent, then you’ve got a terrible business.” (Buffet, 2011) Die Anwendung von Sales Analytics, das heisst die Identifikation, das Verständnis und die Vorhersage von Verkaufstrends und –ergebnissen gestützt durch Tools (Gartner, o.J.), ermöglicht es Unternehmen zu erkennen, ob sie sich in solch einem guten Geschäftsumfeld befinden. Mithilfe von Analytics kann das Management eines Unternehmens einzelne Parameter und deren Effekt herausgelöst analysieren und somit bessere Entscheidungen treffen. Neben der Preisgestaltung gibt es weitere Elemente, welche die nachhaltige Umsatzsteigerung eines Unternehmens beeinflussen. Die Unternehmensberatung McKinsey fasst in dem Analyserahmen Revenue Growth Management (RGM) vier wesentliche Dimensionen für die Wertsteigerung in der Konsumgüterindustrie zusammen: Preisgestaltung, Promotion, Sortiment und Handelsinvestitionen (Bright, Kouba, Lyn & Reynders, 2019).             Die vier Dimensionen des RGM basieren auf Daten und erweiterten Analysemethoden und geben Unternehmen Aufschluss darüber, wie sie „das richtige Produkt, in der richtigen Verpackung, zum rechten Zeitpunkt [und zum optimalen Preis] an den richtigen Käufer [ ] bringen“. Preisgestaltung – Wie ermittelt man den optimalen Preis? Allgemein wird zwischen drei Methoden zur Preisbestimmung unterschieden. Kostenbasiert Losgelöst von Wettbewerbspreisen wird der Preis anhand der internen Kosten und Margen berechnet. In der Praxis ist eine rein kostenbasierte Preisgestaltung äusserst selten anzutreffen. Ausnahmen bilden Hersteller von sehr exklusiven Produkten. Kompetitiv Bei diesem Vorgang wird der Preis nach Abgleich mit den Preisen von vergleichbaren Produkten anderer Anbieter am Markt festgelegt. Je nach Strategie wird der gleiche oder ein etwas tieferer Preis bestimmt. Insbesondere die Konsumgüterindustrie richtet ihre Preise kompetitiv nach dem Wettbewerb aus. Nachfragebasiert Gemäss dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage ändert sich der Preis, teilweise im dreistelligen Prozentbereich. Vor allem Hotels und Airlines richten ihre Preise nach diesem Prinzip aus. Dynamisch Vor allem Online-Händler wie Amazon hingegen verwenden eine Vielzahl an individuellen Kundendaten und Algorithmen, um die Preise je nach Käufer unterschiedlich zu setzen. Sie werten beispielsweise die Hardware, das Klickverhalten oder andere besuchte Webseiten des Kunden aus (Damm, 2017). Eine bedeutende Rolle in der Ermittlung des optimalen Preises spielt die Preiselastizität. Diese bemisst die relative Änderung der Verkaufsmenge nach einer eine Preisänderung. Da sich die meisten Unternehmen in einem kompetitiven Umfeld agieren, ist es wichtig die totale Elastizität zu berücksichtigen. Einige Käufer treffen Ihre Kaufentscheidung ausschliesslich unter Berücksichtigung der Änderung des Anbieterpreises (eigene Elastizität). Andere reagieren auch auf die Änderung zur Preislücke zum Wettbewerbsprodukt (relative Preiselastizität). In der Berechnung der totalen Preiselastizität werden daher beide Elastizitäten summiert.  Durch persönliches Empfinden und irrationales Verhalten von Kunden im B2C-Umfeld ist Elastizität jedoch nicht linear. Demzufolge sollten solche kritischen Punkte unbedingt miteinbezogen werden. Regelmässig werden Produkte der Konsumgüterindustrie durch zusätzliche Rabatte und Werbung (Promotion) am Point-of-Sale oder in Medien beworben. In diesem Kontext muss unterschieden werden zwischen promotionsabhängiger und regulärer Preiselastizität, denn Kunden reagieren unterschiedlich auf langzeitige und werbewirksame, kurzzeitige Preisveränderungen. Promotion – Wie analysiert man die Effektivität verkaufsfördernder Massnahmen? Um die tatsächliche  Effektivität verkaufsfördernder Massnahmen zu ermitteln, wird der Umsatz in den Basis-Umsatz, der auch ohne verkaufsfördernde Massnahmen erzielt worden wäre, und in den zusätzlichen Umsatz untergliedert. Schlussendlich können umfassende Analysen Aufschluss über folgende Fragen geben: Bei welchen Produkten lohnt es sich verkaufsfördernde Massnahmen einzusetzen? Welches ist der richtige Anteil an rabattierten Produkten? Was sind die richtigen Massnahmen? Was ist der optimale Rabatt? Wie oft sollte ich verkaufsfördernde Massnahmen einsetzen? Sortiment – Wie stellt man es optimal zusammen? Um eine möglichst grosse Kundengruppe anzusprechen, offerieren Unternehmen der Konsumgüterindustrie verschiedene Produkte für dieselbe Kategorie, z.B. Gesichtscreme. Hierbei bietet sich an folgendes Sortiment zusammenzustellen: Das “beste” Produkt für den Premiummarkt, welches 40-50 % teurer angeboten wird als das “gute” Produkt. Das “bessere” Produkt für den gehobenen Markt, welches 20-30 % teurer ist als das “gute” Produkt. Das “gute” Produkt für den Massenmarkt, welches zu einem durchschnittlichen Preis angeboten wird. Eine solche Unterteilung des Sortiments, gepaart mit einer verständlichen Kommunikation der Vorteile der jeweiligen Produkte, ermöglicht es darüber hinaus eine gesunde Marge zu erzielen. Handelsinvestitionen -In welche Kategorien und Distributionswege sollte man investieren? Bei der Neuzuweisung von Handelsinvestitionen in wachstumsstärkere Kategorien und Distributionswege gilt vier Bereiche zu unterscheiden: Bewerten Investieren Erhalten Optimieren           Die Produktkategorien,  welche weder eine hohe Verbreitung über die verschiedenen Verkaufsorte noch einen hohen Absatz je Verkaufsort aufweisen, sind grundsätzlich nicht attraktiv. Folglich sollten sie bewertet werden. Hingegen Produkte mit hoher Verbreitung über verschiedene Verkaufsorte aufweisen und dort auch jeweils von hohem Absatz gekennzeichnet sind, sollten bei der Werbung priorisiert behandelt werden. Fazit Für ein Drittel der Vertriebschefs zählt die Verbesserung von Sales Analytics 2019 zu den Top-3-Prioritäten. Diese Tatsache weist darauf hin, dass das Hinzuziehen von Sales Analytics 2019 zur Definition von Preis, Promotion, Sortiment und Handelsinvestitionen grosses Potenzial zur Umsatzmaximierung bietet. Bei verteilten Systemen und mehrstufigen Distributionswegen gestaltet sich der Zugang zu den Daten jedoch als schwierig. Hier gilt es die Daten zu beschaffen und in einer übergreifenden Plattform auszuwerten. Quellen: https://www.businessinsider.de/dynamic-pricing-so-sollen-amazon-and-co-bei-den-preisen-tricksen-2017-5?IR=T https://www.forbes.com/billionaires/#57b3e479251c https://www.gartner.com/en/information-technology/glossary/sales-analytics  https://www.mckinsey.com/business-functions/marketing-and-sales/our-insights/revenue-growth-management-the-next-horizon Warren Buffett’s Interview with the Financial Crisis Inquiry Commission (2011)

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Segmentierung 2019

Aus dem Unterricht Segmentierung 2019 von Barbara Reusser Segmentierung – der Schlüssel zur effizienten Marktbearbeitung Die Besitzerin der kleinen Dorfbäckerei aus unserer Kindheit wusste noch genau, was die Wünsche und Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden sind. Wer gerne einen kleinen Schwatz hält und wer das Brot am liebsten schon abholbereit bei der Kasse haben möchte. Heute ist das, insbesondere bei grossen Kundenstämmen, nicht mehr so einfach umsetzbar. Trotzdem sehnen wir uns als Konsumenten nach wie vor nach einer persönlichen und effizienten Art unsere Geschäfte abzuwickeln. Mit Hilfe der Segmentierung 2019 wird eine differenzierte Ansprache einzelner Zielgruppen ermöglicht und schafft die Grundlage für eine effiziente und erfolgreiche Marktbearbeitung. Durch die Abgrenzung des Gesamtmarkts und der Identifikation relevanter Teilmärkte können die Bedürfnisse von Konsumenten gezielter befriedigt werden. Für das Unternehmen bedeutet das nicht zuletzt sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Insgesamt soll mit der Segmentierung die Grundlage geschaffen werden, mit der, durch den methodischen Einsatz von Marketinginstrumenten, Umsatz und Gewinn gesteigert werden. Eine klare Kundensegmentierung unterstützt zudem die strategische und operative Ausrichtung des Unternehmens. In einem ersten Schritt wird der Gesamtmarkt definiert. Zur Abgrenzung können dabei räumliche, zeitliche oder sachliche Kriterien verwendet werden. Der definierte Gesamtmarkt wird in einem zweiten Schritt in einzelne, möglichst homogene Segmente unterteilt. Dabei sollen folgende acht Grundvoraussetzungen beachtet werden: Nachvollziehbare Definition der Segmente Klare Identifizierbarkeit der Segmente Bestimmbarkeit der Segmentgrösse Zeitliche Stabilität Relevanz für das (Kauf-)Verhalten Bearbeitbarkeit mit Marketing- und Vertriebsmassnahmen Wirtschaftlichkeit der Segmentierung Kongruenz mit den Zielen und Herausforderungen des Unternehmens Für die Eruierung der relevanten Kriterien bei den Zielgruppenselektionen müssen die zugrundeliegenden Marketing- und Unternehmensziele beachtet werden. Dabei sollte festgelegt werden, welche Merkmale die Zielgruppe/Segmente am besten beschreiben. Für die Umschreibung von B2C kommen einerseits geographische, soziodemographische, psychographische oder verhaltensorientierte Segmentierungskriterien in Frage. Um Zusammenhänge besser zu erkennen und die Zielgruppen auch anhand nicht offensichtlicher Kriterien gruppieren zu können, helfen Multivariat-Analysen wie zum Beispiel die Faktor- oder Clusteranalyse. Mit Hilfe der Faktoranalyse kann basierend auf der Interkorrelation der Variablen auf einzelne Faktoren zusammengefasst und so vereinfacht werden. Bei der Clusteranalyse werden einzelne Kunden/Personen einer Stichgruppe, unter Berücksichtigung aller relevanten Daten, zu sogenannten Clustern zusammengefasst und in einem zweiten Schritt im Detail beschrieben. Wichtig ist zudem die Klärung, ob Endkonsumenten oder Geschäftskunden betrachtet werden sollen. Im B2B können mehrere Personen für eine Kaufentscheidung verantwortlich sein. Unter den vielen möglichen Merkmalen sind die zu wählen, die den Grund der Kaufentscheidung am besten beschreiben. Dies sind neben Kriterien wie Branche, Standort oder Unternehmensgrösse, vor allem auch Einstellungen und Bedürfnisse wie zum Beispiel Einfachheit, Erhöhung der Produktivität oder geringes Risiko sein. Bei der Segmentierung soll auf die optimale Anzahl Segmente geachtet werden. Bei zu wenigen Segmenten sind die Personen innerhalb der einzelnen Segmente zu heterogen. Zu viele Segmente können nicht mehr rentabel bearbeitet werden. Je genauer die Kundensegmente beschrieben werden, besonders auch in Bezug auf die Einstellungen und Interessen, desto einfacher können später bei der Bearbeitung die richtigen Angebote und die passende Kundenansprache gefunden werden. Um ein klares Bild des Kunden vor Augen zu haben, helfen Personas. Personas sind fiktive Vertreter eines entsprechenden Kundensegments, die exemplarisch für die Kundengruppe stehen. Sie helfen ein allgemein gültiges Verständnis zu schaffen. Durch die Verwendung von Bildern und deren Personalisierung (Vergabe von Namen, Beschreibung der zu Grunde liegenden Merkmale, wie Familienstand, Hobbies, fachlicher Hintergrund, Basis für Kauf-Entscheidungen, etc.) wird die Kundengruppe greifbar. Es wird sozusagen ein „künstlicher Vertreter“ geschaffen, der die Hauptmerkmale des Segments in sich vereint. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass Personas auf Basis von Datenanalysen entwickelt werden und nicht durch interne “günstige” Brainstorm-Sessions. Ansonsten führt dieser Ansatz in die völlig falsche Richtung. Fazit Mit einer Segmentierung 2019 wird die Grundlage für eine differenzierte Ansprache der einzelnen Personen ermöglicht, was wiederum zu einer effizienten und erfolgreichen Marktbearbeitung führt. Dabei wird einerseits der zu bearbeitende Markt gegenüber dem Gesamtmarkt abgegrenzt und die relevanten Segmente festgelegt. Die Differenzierung soll verbessert und im Ergebnis die Kosten reduziert und der Umsatz gesteigert werden.

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