Joerg Staudacher

Vertrieb von Smart Products

Vertrieb von Smart Products – Wer digitale Dienste verkaufen möchte, sollte seinen Vertrieb umstellen von Renato Gwerder Am Beispiel des Reifenherstellers Continental, welcher seine Reifen «as-a-Service» vermietet, kann man feststellen, dass die sogenannten «Smart Products» vor verschiedensten Branchen keinen Halt machen. Ein neues Geschäftsfeld bilden auch „Functions on Demand“, welche beispielsweise in der Automobilbranche immer wichtiger werden. Der Vertrieb von Smart Products gewinnt somit an Stellenwert. Die «Intelligenz» dieser Produkte und Dienste werden durch Vernetzung und Anbindung an Analytics Plattformen ausgewertet. Mit diesen Daten können diverse neue Geschäftsmodelle entstehen. Die Veränderung betrifft alle Bereiche eines Unternehmens. Der veränderte Charakter dieser Produkte und Dienste haben damit zu tun, dass mit Services und Software eine andere Kundenbetreuung und Marktbearbeitung verlangt wird. Das Kaufverhalten, welches wir aus dem B2C-Geschäft bereits kennen, wird auch im B2B-Bereich immer mehr zunehmen. Bei der Beschaffung gehen Einkäufer wie bei einem privaten Einkauf vor. Sie informieren sich zuerst online und gehen dann mit spezifischen Anforderungen auf den Verkäufer zu. Das Einkaufserlebnis und die Kundenorientierung nimmt immer mehr an Bedeutung zu. Für eine optimale Marktbearbeitung, werden zudem e-Commerce Themen ebenfalls immer wichtiger. Der Einkäufer möchte seine Informationen online und offline und möglichst zu jeder Zeit verfügbar haben. Jeder Kunde sollte auf diese Infos in der bevorzugten Art und Weise zugreifen können. Aufgrund dieser Veränderungen sind neue Abläufe unumgänglich. Die Anforderungen an den Verkäufer werden durch die Digitalisierung verändert: Quelle: https://www.produktion.de/smartproducts/wie-fuehrende-unternehmen-digitale-dienste-verkaufen-120.html Von den Besten lernen: Digital-Marketing und Analytics Die Unternehmen, welche zu den Vorreitern gehören, haben ihre interne Abläufe und auch die Arbeit ihrer Vertriebsmitarbeiter digitalisiert. Ein grosser Teil investiert in digitales Marketing. Hier können mittels Analytics die individuellen Kundenbedürfnisse und Präferenzen ermittelt und dem Kunden gezielt angeboten werden. Um das Wissen über die Kunden zu speichern und wiederzuverwerten, nutzen viele Firmen ihr CRM (Customer-Relationship-Management-Software). Einige Firmen rüsten sogar ihre Aussendienstmitarbeiter mit «Sales-Pads» aus. Mit diesen Mobilegeräten können die Vertriebler auf sämtliche Kunden- und Verkaufsinformationen jederzeit und überall zugreifen. Vorreiter investieren gezielt in den Aufbau neuer, unmittelbar zum Endkunden reichender Kanäle. Es werden beispielsweise Web-Shops mit umfangreichen Kalkulatoren oder Konfiguratoren verwendet, die den Kunden sehr viel Auswahl anbieten und rund um die Uhr verfügbar sind. Eine grundlegende Beratung in allen Stufen des Kaufprozesses bieten die besten Shops. Mittels einer Shop-Software wird die Bedarfsermittlung des Kunden abgefragt und empfiehlt dann die beste Lösung. Im gleichen Zuge erhält der Kunde Vorschläge, welche Produkte für ihn noch geeignet wären oder als Zusatzverkäufe am besten dazu passen würden. Die Digitalisierung im Vertrieb: «Der Vertrieb muss neu denken, um das Potenzial der Digitalisierung zu nutzen. Die Kunden bestimmen, wohin die Reise geht». VIER LEITGEDANKEN… helfen, die Digitalisierung des Vertriebs am richtigen Ende anzupacken: 1. Geschwindigkeit ist Trumpf Leuchtturmprojekte realisieren, um nicht abgehängt zu werden 2. Digitalisierung ist ein Topmanagement-Thema Klare Verantwortlichkeiten schaffen und auf Ebene der Geschäftsführung verankern 3. Digitaler Vertrieb braucht eine neue Perspektive von Push durch Vertrieb zu Pull durch den Kunden: Jetzt Umdenken anstoßen. 4. Experten Know-how erleichtert den Wandel Heute schon einen Partner für die Umsetzung ins Boot holen Fazit: Immer mehr neue digitale Inhalte und Produkte fordern den Verkauf. Der Vertrieb von Smart Products folgt einer anderen Logik. Die klassische Vertriebsorganisation ist für diese Veränderungen nicht gewappnet. Immer mehr jüngere Personen wachsen in Entscheider Positionen und so werden auch die Kundenbedürfnisse verändert. Die Digitalisierung bringt enorme Chancen und grosses Potenzial. Nur Unternehmen die ihre Abläufe stärker auf die Kunden und deren Erwartungen ausrichten, grenzen sich zum Wettbewerb ab und können so zusätzlichen Umsatz gewinnen und die Kundentreue erhöhen. Quellen: https://www.produktion.de/smartproducts/wie-fuehrende-unternehmen-digitale-dienste-verkaufen-120.html

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Best Teacher in Sales 2018

Auszeichnung Best Teacher in Sales 2018: Jan Malmström Innerhalb des MAS Sales Excellence an der HWZ ist Jan Malmström als bester Dozierender im Jahr 2018 ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand erstmalig  im Rahmen der Veranstaltung: an Evening in Sales Excellence an der HWZ am 03.09.2019 statt. Zitate der Studierende belegen seinen grossartigen Unterricht: Jan ist ein Vertriebsprofi durch und durch Seine Tipps und Tricks werden mir in meinem Alltag immer wieder helfen Jan kann sich sehr gut auf Menschen und die Fragen einlassen und Aspekte aus verschiedenen Richtungen erläutern Jan, sowie allen anderen Dozierenden gebührt grosser Danke für ihr grosses Engagement. Merci! Sales Excellence: Verkauf und Vertrieb stärken!  

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Dynamic Pricing 2019

Dynamic Pricing 2019: Fluch oder Segen? von André Reichenbach Das neuzeitliche Buzzword «Dynamic Pricing 2019» taucht immer wieder auf, insbesondere im Zusammenhang mit E-Commerce. Allein beim Klang dieses Wortes kann man sich die langen Gesichter und die erhobenen Mahnzeigefinger der Konsumentenschützer vorstellen. Dynamic Pricing ist offenbar die böse Seite von Big Data. Der gläserne Kunde liefert den Anbietern -bewusst oder unterbewusst- seine persönlichen Daten und erhält als Resultat den Preis, der seiner individuellen, maximalen Zahlungsbereitschaft entspricht. So könnte man meinen, aber was genau ist «Dynamic Pricing» überhaupt? Dynamische Preissteuerung (engl. Dynamic Pricing) hat seinen Ursprung in den 1970er Jahren mit der Deregulierung des amerikanischen Luftverkehrs. Durch die neue, starke Konkurrenz von Low-Cost Carriern wurden die etablierten Fluggesellschaften unter Druck gesetzt und griffen auf das Instrument der Preisdifferenzierung zurück – mit durchschlagendem Erfolg. Rasch breitete sich dieses Phänomen auch in anderen Branchen aus, sodass es mittlerweile vor allem in der Reise- und Tourismusbranche gängige Praxis ist. Aber auch für Onlineshops ist Dynamic Pricing interessant. Als bekannt wurde, dass Amazon die Preise mehrmals am Tag änderte, schlug das hohe Wellen, auch ausserhalb der Branche. Dynamic Pricing beschreibt die Preisstrategie, bei der der Preis für ein Angebot über die Zeit angepasst wird, abhängig von verschiedenen marktabhängigen Informationen. Wenn zahlungskräftige Kunden erwartet werden, erhöhen sich die Preise. Wird dagegen eine schwache Nachfrage vermutet, werden die Preise gesenkt. Ein klassisches Beispiel hierfür ist die Preisanpassung anhand des Wetters. Bei Regen wird eine höhere Zahlungsbereitschaft für beispielsweise Regenschirme unterstellt und aufgrund dessen die Preise für diese Produkte erhöht. Beim Dynamic Pricing werden die Preise also in Abhängigkeit von der auf den Gesamtmarkt aggregierten Nachfrage angepasst. Für hiesiges Beispiel für die Berechnung des Preises bei Dynamic Pricing heisst das, dass theoretisch nur situative Informationen wie Tageszeit, Wetter oder dem Wettbewerbspreis mit einfliessen. Damit lässt sich Dynamic Pricing als eine Form der Preisdifferenzierung 3. Grades einordnen. Diese liegt vor, wenn verschiedene Personengruppen für dasselbe Produkt unterschiedliche Preise bezahlen. Wenn von Dynamic Pricing die Rede ist, ist aber meistens eigentlich Personal Pricing, also personalisierte Preise, gemeint. Das personalisierte Pricing zielt darauf ab, jedem Nachfrager seinen eigenen, individuellen Preis anzuzeigen. Es wird also versucht mit Hilfe von möglichst vielen Informationen (Big Data) die maximale Zahlungsbereitschaft der einzelnen Kunden heraus zu finden. So werden im Gegensatz zu Dynamic Pricing beispielsweise Cookies, demografische Daten und das historische Einkaufsverhalten analysiert, um eine möglichst genaue Zahlungsbereitschaft abzuschätzen. Damit ist personalisiertes Pricing der Preisdifferenzierung 1. Grades zuzuordnen und in der Theorie nicht identisch mit Dynamic Pricing. In der Praxis jedoch ist diese Grenze fliessend und für den Kunden von aussen praktisch unmöglich zu unterscheiden.  Pricing Strategien lassen sich auch problemlos miteinander kombinieren und schaffen so im Extremfall eine Mischung aus Dynamic Pricing und Personal Pricing. Keine Angst vor personalisierten Preisen Personalisierte Preise sind in der Praxis sehr viel weniger weit verbreitet als allgemein angenommen. In einer Studie aus dem Jahr 2016 (Krämer/Kalka/Ziehe) wurden die Preisschwankungen von 200 verschiedenen Konsumgüterprodukten aus dem Online- und Einzelhandel über einen Zeitraum von 4 Wochen beobachtet (ohne Tourismus). Die Ergebnisse zeigen, dass insgesamt nur bei etwa 25% der untersuchten Produkte Preisschwankungen erkannt wurden. Bei 3 von 4 Produkten blieben demzufolge die angezeigten Preise im beobachteten Zeitraum unverändert. Preisveränderungen konnten dabei insbesondere in Abhängigkeit von Wochentagen und Uhrzeit beobachtet werden. Bei keinem Anbieter konnten jedoch Hinweise für eine individuelle Preisbestimmung auf Basis eines Kundenkontos oder der Cookie-Einstellungen festgestellt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrzahl der Anbieter keine oder nur schwach dynamisierte Preisveränderungen vornehmen. Experten raten sogar ausdrücklich vor stark diskriminierenden und undurchsichtigen Preisen ab. Fazit Anbieter bewegen sich mit Dynamic Pricing 2019 auf dünnem Eis. Auf der einen Seite steht das grosse Umsatzpotenzial, auf der anderen Seite verärgert eine zu starke Preisdiskriminierung die (potenziellen) Kunden. Fasst man die Ergebnisse zusammen, kommt man zu dem Schluss, dass Dynamic Pricing eine sehr effektive Preisstrategie ist, von der oftmals sogar Käufer und Anbieter gleichermassen profitieren. Jedoch stellt die wahrgenommene Preisfairness einen wichtigen Risikofaktor dar. Entsprechend ist ein sehr sensibler Umgang mit diesem Thema erforderlich. Weiterführende Links – Techbook: Mit diesen Tricks kriegen Sie die niedrigsten Preise im Netz – Studie Krämer, A., Kalka, R., & Ziehe, N. (2016). Personalisiertes und dynamisches Pricing aus Einzelhandels- und Verbrauchersicht. Marketing Review St. Gallen, S. 5 – Preisdifferenzierung nach dem englischen Ökonom Arthur Cecil Pigou (1929): Die verschiedenen Arten der Preisdifferenzierung

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Value Selling 2019

Aus dem Unterricht «Value Selling in Verhandlungen»  2019 berichtet Steffen Sandner «Warum verhandeln wir?»  «Was entscheidet über Deinen Erfolg und Misserfolg beim Verhandlungsergebnis?» «Wie kann eine Fokussierung zum Preis verhindert werden?» Oder als veranschaulichendes Beispiel gefragt: «Wie kann ein Streit von zwei Kindern um eine Orange, zu einer Win-Win Situation geführt werden?» Diese grundlegenden Fragen wurde uns am heutigen Vorlesungstag durch den Verhandlungsexperten Michael Bullinger beantwortet. Sein entwickeltes «Züricher Verhandlungsmodell» ist universell und unabhängig vom Verhandlungspartner und Thema einsetzbar. Es führt Dich und Dein Verhandlungspartner auf 7 Stufen zu einem beiderseitigen Mehrwert im Verhandlungsergebnis. Dieses trägt zu einer langfristigen und nachhaltigen Kundenbeziehung bei, in dem der Preis nicht die Hauptrolle spielt! PROBLEM Bei Verhandlungen stehen sich immer zwei Parteien gegenüber, welche unterschiedliche Interessen nur gemeinsam mit gegenseitiger Abhängigkeit erreichen können. Alte Verhandlungsmuster «des Überzeugens» welches als «Druck aufbauen» empfunden werden, führen beim Verhandlungspartner dabei zu «Gegendruck» und «Angriff». Michael Bullinger stellte dieses an privaten und geschäftlichen Situationen eindrücklich vor. Denn dieses «Überzeugen» wird oftmals nur aus der eigenen Sichtweise heraus argumentiert. Im Geschäftsleben kann dies im Extremfall zu langwierigen Gerichtsverfahren und gegenseitiger Missachtung führen. Im Privatleben können diese Verhaltensmuster unbequeme Schlafsituationen auf dem Gästesofa nach sich ziehen! Wie kann also ein besseres Verhandlungsergebnis erreicht werden? VORRAUSSETZUNG Das Erreichen des «Verhandlungsergebnis» sollte als übergeordnetes Ziel in den Vordergrund stehen. Wichtig dabei ist zu verstehen, inwieweit die nächste Stufe des Verhandlungsmodelles erreicht werden kann. Durch Vertrauen auf der Beziehungsebene werden gemeinsame Lösungen ermittelt. Misstrauen hingegen führen zu einem Beziehungsproblem und so zu einem Verhandlungsrückschritt. UMSETZUNG 1. Vorbereitung: Zunächst musst Du für Dich klären «Was möchte ich als Verhandlungsziel erreichen?» 2. Sichtweisen: Anschließend erfolgt das gegenseitige Verstehen der unterschiedlichen Sichtweisen und diese werden unbewertet «stehen gelassen». Es besteht die zwingende Notwendigkeit der Respektierung von unterschiedlichen Sichtweisen. »We are agree to disagree!» wurde von Herrn Michael Bullinger als englischer Leitsatz in unsere Köpfe eingebrannt. 3. Interessen: Die nachfolgende Stufe befasst sich mit dem Hinterfragen. Welche Interessen stehen hinter den eigentlichen Sichtweisen! Wichtig dabei ist es nicht auf seiner Position zu verharren! Um es mit den Orangenbeispiel zu verdeutlichen: Die Orange stellt dabei die Position dar. Was das jeweilige Kind damit machen möchte das Interesse. «Kind A» will zwar die Orange, aber er benötigt nur die Schale, um einen Kuchen backen zu können. «Kind B» will ebenfalls die Orange, aber sein Interesse ist nur das Orangenfleisch für den Saft. Durch die unterschiedlichen Interessen rückt die Position «der einen Orange» in den Hintergrund. Im nächsten Schritt werden Lösungen ausgearbeitet, wie beide Interessen «Kuchen backen» und «Orangensaft» erreicht werden können. 4. Optionen: Durch Brainstorming von möglichst vielen kreativen Fragen werden die Lösungen ermittelt, wie die unterschiedlichen Interessen gemeinsam erreicht werden können. Kritik an einer Lösung zeigt dabei auf, worauf das Interesse des jeweiligen anderen Partners fokussiert ist. Durch optimierte Weiterentwicklungen der Lösungen wird eine Win-Win Situation für beide Seiten entwickelt. 5. Kriterien: Durch gemeinsames festlegen der Rahmenbedingung wird die Lösung fixiert und mittels unabhängigen Quellens bewertet. 6. Mehrwertlösung: Zum Schluss werden die Lösungen reflektieren, inwieweit sie Deine Interessen vertritt und wie es realistisch umsetzbar ist. Ziel sollte es sein eine Mehrwertlösung zu finden, welche über dem eigentlichen Verhandlungsergebnis steht und so auch unabhängiger vom Preis wird. Abschließend wird es mit den BATNA «Best Alternative To Negotiated Agreement» verglichen, dass bedeutet ob das ausgehandelte Ergebnis in Konkurrenz mit Alternativen steht. 7. Abschluss: Ein Abschluss der Verhandlungen ist erreicht, wenn die gemeinsam ausgearbeitete Lösung sich innerhalb der ZOPA «Zone of Possible Agreement» befindet. Diese Zone wird von dem Verhandlungspartner durch BATNA abgegrenzt. Innerhalb dieser Zone steht einen erfolgreichen Abschluss nichts mehr im Wege. Langfristige und nachhaltige Kundenbeziehung werden mit diesem Modell erreicht. Abbildung: Züricher Verhandlungsmodell FAZIT Interessenkonflikt ist nichts Schlimmes! Nutzt bei der nächsten Verhandlung; sei es im Beruf- oder im Privatleben; das «Züricher Verhandlungsmodell» um eine gemeinsame und neue Lösung finden zu können, welche im besten Fall sogar eine Mehrwertlösungen entstehen lässt. Geschäftliche und private Verhandlungen werden so zum Erfolg in allen Bereichen und bringt die Beziehung auf eine andere Ebene. Um mit den Worten vom Michael Bullinger zu schliessen: «Der erste Schritt zum Verhandlungserfolg ist einfach. Probiert ES !» Quelle: https://bullinger-institut.com/de/das-zuercher-verhandlungsmodell

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Jahresvereinbarung 2019

Aus dem Unterricht Jahresvereinbarung  Anita Salzmann Claudio Mohr definiert den Grundsatz einer Jahresvereinbarung mit folgenden Worten. «Sie regelt die vertragliche Zusammenarbeit zwischen Anbieter und Verkäufer. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil in der Zusammenarbeit zwischen Wiederverkäufern und Herstellern oder Distributoren. Die Jahresvereinbarung hält die gemeinsamen Pläne und Ziele fest und gibt den Partnern dadurch eine gewisse Sicherheit und Planbarkeit über die nächste Geschäftsperiode. Die Jahresvereinbarung ist in der Regel das Resultat aus dem Jahresgespräch der Geschäftspartner. Dabei wird die Performance vom letzten Geschäftsjahr evaluiert und ein Ausblick in die nächste Periode gemacht.» Zu Beginn einer Jahresvereinbarung mit dem Händler, sollte sich das Unternehmen Gedanken über seine eigene Strategie in der Preispolitik machen, bevor das Unternehmen/der Geschäftsführer) in die Verhandlung mit dem Kunden geht. Welche Produkte sollten über welchen Kanal, zu welchen Preisen verkauft werden? Werden die Produkte über das reine Pricing verkauft oder setzt man auf die Channelizing Strategie? Was ist eine Channelizing – Strategie? Produkte oder Marken werden nur an gewisse Absatzkanäle oder Kundensegmente angeboten. An einen Discounter bietet man z.B ein Model der preisgünstigen Produktlinie an, dafür im hochpreisigen Fachhandel wiederum ein Qualitätsprodukt. Das ermöglicht dem Unternehmen in unterschiedlichen Kanälen, dem jeweiligen Kunden ein entsprechendes Produkt-Angebot zu präsentieren, ohne dass dieser Gewahr läuft, sein Markenimage zu beschädigen oder sogar in einen eigenen Preiskampf zu gelangen. 6 Stepps zum erfolgreichen Jahresgespräch – Der Jahreszyklus Bei den strategischen Handelspartnern wird meist der Abverkauf, die Konditionen und die Werbeaktivitäten in Form einer gemeinsamen Jahresvereinbarung geregelt. Diese werden in einem Jahreszyklus durch das gesamte Jahr abgestimmt, dabei helfen die 6 Stepps um die gemeinsamen Ziele zu erreichen. Jahresgespräch Startschuss für das kommende Geschäftsjahr. Rückblick auf das vergangene Jahr. Was war gut verlaufen? Was weniger? Neue Zielvereinbarung definieren. Welche Wachstumstreiber (z.B. POS Material, Kampanien, Verfügbarkeit, Schulung etc.) können den Abverkauf unterstützen? Welche Konditionen / Rabatte werden vereinbart. Nachverhandlungen Benötigt es eventuell Nachverhandlungen? Konnte beim ersten Treffen einzelne Punkte keine gemeinsame Zielevereinbarung oder Konditionsrabatte definiert werden. Jahresvereinbarung Schriftliche Festhaltung der Ziele, Regelung der Zusammenarbeit und Konditionsvereinbarung Gemeinsames Businessplanning Gemeinsame Aktivitätenplanung, Steuerung der Fokusartikel, Push Sell-out Artikel, Controlling Halbjahresgespräch Zwischenstand messen und besprechen. Massnahmen und Aktivitäten für das kommende Halbjahr anpassen. Zielerreichung Ziel überprüfen, Neue für das Folgejahr definieren und Vorbereitung für das kommende Jahresgespräch bereitstellen. Kernpunkte einer Jahresvereinbarung Eine Jahresvereinbarung regelt nicht nur die laufenden Konditionen zwischen dem Lieferanten und Händler, welches als Hauptelemente zu verstehen ist, sondern regelt darüber hinaus: Allgemeine Bestimmungen Compliance Rückgaberecht Anlieferungsbedingungen Services & Garantie Anhänge, Gerichtstand Schlussbestimmungen, Kündigung Unterschriften des Lieferanten und Händler Konditionsvereinbarung Dem Verkäufer stehen in der Konditionsvereinbarung unterschiedliche Rabatt Möglichkeiten zu Verfügung, welche als gesamt Kondition betrachtet werden sollten. Dabei können diese in folgende Bereiche aufgeteilt werden. Definition Einkaufsumsatz Bestimmung Einkaufspreis Price Protection Liquidationsbeteiligung Zielerreichungsbonus Marketingleistungen – Werbekostenzuschüsse Preis Commercial policy: Leistungsbasierte Konditionen Zahlungsbedingungen Bei der Festlegung der unterschiedlichen Rabatten sollte dabei berücksichtig werden, wie sich das End Ergebnis, der Nettobetrag zusammensetzt. Was heisst das nun konkret? Dem Kunden werden auf dem Listenpreis z.B einen Grund-, Catergory Rabatt etc. gewährt, welche als vorgelagerte Kondition verhandelt wurde. Bei diesen Rabatten handelt es sich um fixe Prozente, welche automatisch am Listenpreis, in Abzug gebracht werden und so den Rechnungspreis ausweisen. Dazu können zusätzliche nachgelagerte Rabatte definierte werden wie z.B. Skonto, Zielerreichungsrabatt, Werbekostenbeteiligung, Wachstumsrabatt, diese werden am Rechnungsbetrag abgezogen respektiv als Rückvergütung zurückbezahlt. An diesen nachgelagerten Konditionen ist meist eine Gegenleistung seitens Händler geknüpft. Fazit Um ein erfolgreiches, zielorientiertes Jahresgespräch mit dem Händler zu führen ist die Vorbereitung sehr wichtig. Was war im vergangenen Jahr alles gut oder schlecht verlaufen? Konnten die definierten Ziele erreicht werden? Welche Massnahmen gilt es für das kommende Jahr zu vereinbaren? Trotz unterschriebener Jahresvereinbarungen kann es vorkommen, dass unter dem Jahr gemeinsame Anpassungen vorgenommen werden. Durch den Jahreszyklus ist man regelmässig im Austausch mit dem Kunden, was einerseits die partnerschaftliche Ebene stärkt und andererseits ein besseres Gespür für den Markt und den Kunden ermöglicht, um so seinen Vertrieb auf die laufenden Marktsituationen vorzubereiten.

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Online Analytics 2019

Aus dem Unterricht Online Analytics berichtet Denise Richard Online Analytics oder auch Web Analytics genannt, ist die Messung, Erfassung, Analyse und Berichterstattung von Webdaten und zur Optimierung der Webnutzung. Es ist aber nicht nur ein Prozess zur Messung des Web-Traffics, sondern kann auch als Werkzeug für Geschäfts- und Marktforschung genutzt werden. Zudem kann die Effektivität einer Website genau ermittelt und verbessert werden. Online Analytics bietet messbare Zahlen und Fakten, wie das Besucherverhalten ist und über welche Kanäle der Benutzer auf eine Website gelangt. So kann z.B. geanu gemessen werden, wie der Traffic zu einer Website nach dem Start einer neuen Werbekampagne angelaufen ist. Folgende Fragestellungen werden bei Online Analytics betrachtet: AKQUISITION – Wie gelangt ein Besucher auf meine Website? – Durch welche Kampagne, resp. Kanäle gelangt ein Benutzer auf meine Website? – Wieviele neue, resp. wiederkehrende Besucher haben wir? VERHALTEN – Wie ist das Besucherverhalten? – Welcher Content wird angeschaut? CONVERSION (Ereignis) – Welche Interaktion, resp. Aktion wird getätigt? – Kommt es zum Verkaufsabschluss? Zu betrachten sind folgende Kennzahlen (KPI’s), welche im Online Analytics von wichtiger Bedeutung sind: Nutzer (Besucher, Visitor): Ein Besucher der Webseite wird durch ein Cookie identifiziert Neue Nutzer (Besucher, Visitors): Besucher, die nicht durch Cookies wiedererkannt wurde Sitzungen (Session): Jeder Aufruf einer Website startet eine Sitzung. Entsteht keine Nutzer-Aktion innert 30 Min. oder der Browser wird geschlossen, so wird die Session beendet Einzelne Seitenaufrufe: Wenn gleiche Websites in einer Sitzung mehrmals aufgerufen werden und diese nur einmal gezählt wird pro Sitzung Absprungrate (Bounce Rate): Nutzer gelangt auf Website, jedoch entsteht keine Aktion (weder Scrolling, noch Klick) Einstiegsseiten (Landing Pages): Seiten der Website, die ein Besucher zuerst aufruft Ausstiegsseiten (Exit Pages): Die letzte Seite die der Besucher anschaut, bevor er die Website verlässt Conversions: Besucher tritt in Aktion, z.B. hinterlässt E-Mail Adresse oder es kommt zum Vertragsabschluss auf Website Um zu detaillierten online Analysen zu gelangen, gibt es verschiedene Tools die zum Einsatz kommen können. Am meisten verbreitet ist in der Schweiz Google Analytcis, wovon es u.a. eine kostenlose Version gibt, mit welcher schon sehr viele Kennzahlen betrachtet werden können. Eine sehr wichtige Auswertung ist die Besucherquelle. Diese analysiert, über welche Kanäle die Besucher auf die Wesite gelangen. Besucherquellen sind: – Organic Search: essenziell dafür ist die Suchmaschinenoptimierung (SEO) – Direct: User gibt URL direkt in Browser ein – Paid Search: bezahlte Beiträge auf Google anhand von „Search Engine Advertising” (SEA) – Referral: Verweiszugriffe von anderen Websiten – ist wichtig für die Suchmaschinen Optimierung – Social Media: Kanäle wie Twitter, Linkedin, Facebook, Instagram – E-Mail: Besucher gelangt wie E-Mail Kampagne auf Website – Display: Banneranzeigen beispielsweise auf Newsportale Im Bereich Besucherquelle wird auch gemessen, über welche Suchmaschine der Nutzer auf die Website gelangt. Der Spitzenreiter in der Schweiz ist Google (organic wie auch cpc = cost per click). Dieser Punkt muss jedoch gut durchdacht sein, denn je nach Geschäftsmodell und Ausrichtung der Firma, sind andere Suchmaschinen wie bing oder baidu die Leader. Ein zusätzlich weiter wichtiger Bestandteil im Online Analytics ist es zu messen, über welche Geräte die Besucher auf die Website gelangen (Desktop, Mobile oder Tablet). Je nach Usage muss die Website für die Geräte angepasst und ausgerichtet werden. Das Einkaufsverhalten der Besucher im eCommerce ist dank Web Analytics nachvollziehbar. Es kann genau betrachtet werden, wieviele Besucher auf der Website welchen Check-out Funnel hatten: Besucher ohne Vertragsabschluss (no Shopping Activity) Besucher die Produkte angeschaut haben ohne etwas in den Warenkorb zu legen (No Basket Addition) „Warenkorbabbrecher“: Besucher hatte Produkt in Warenkorb, ist jedoch abgesprungen (Basket Abandonment) Benutzer mit erfolgreichem Vertragsabschluss (Check-out Abandonment) – Die Check-out Funnel Funktion ist bei Google Analytics nicht in der kostenlosen Funktion verfügbar. Mithilfe von Benchmarking-Daten können die Daten mit zusammengefassten Branchendaten anderer Unternehmen verglichen werden. Dies liefert wertvollen Kontext und hilft, sinnvolle Ziele zu setzen, Einblicke in Branchentrends zu gewinnen und herauszufinden, wo ein Unternehmen im Vergleich zur Konkurrenz steht. Die Nutzerinteraktion gibt Aufklärung zu den einzelnen Handlungen, die der Besucher auf der Website getätigt hat. Ist der Benutzer beispielsweise von einer bestimmten Produktseite direkt zur Kasse gegangen, ohne weitere Einkäufe zu tätigen? Bei den Conversions handelt es sich um die Ereignisse, bei dem der Benutzer eine bestimme Aktivität getätigt hat, z.B. seine E-Mail Adresse hinterlegt oder gar einen Kauf abgeschlossen hat. Hier muss genau überlegt werden, welche Nutzeraktionen die Wichtigsten sind. Der User sollte nicht verwirrt werden. Eine optimale Nutzeraktion entspricht zwischen 1-2 Aktionen pro Website. Ein wichtiges Schlagwort im Online Marketing ist das Attributionsmodell. Ein Attributionsmodell ist eine Regel oder eine Gruppe von Regeln, über die festgelegt wird, wie die verschiedenen Touchpoints in Conversion-Pfaden Wertigkeiten für Verkäufe und Conversions zugeordnet werden. Im Bereich Multichannel Funnel werden Ereignise und E-Commerce-Transaktionen der Marketing Kampagnen wie z.B. E-Mail, Suchanfragen via Suchmaschine oder Anzeigen analysiert, über die der Nutzer auf die Website gelangt. Wichtig ist auch, dass die einzelnen Kanäle und der daraus resultierende Marketing-Mix auf das Produkt und die Zielgruppe abgestimmt sind. Über den Online Sales Funnel wird festgelegt, wie die Marketing Instrumente über den ganzen „Buyers Journey“ verbunden werden. Solche Workflows können beispielsweise über Automatisierungs-Tools HubSpot definiert und automatisiert werden. Bei dem Thema Online Analytics spielt die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ein wichtiges Thema. Die EU-Datenschutz-Grundverordnung ist seit dem 25. Mai 2018 durchsetzbar. Bei der DSGVO handelt es sich um Sammeln, Verarbeiten und Speichern von persönlichen Daten. Personen Daten sind: – Informationen über die eine Person identifziert werden kann – Informationen über die eine Person von einer anderen unterschieden werden kann Experten sind sich einig: Die DSGVO hat materiell nicht grundlegend den Datenschutz geändert. Dennoch wurde der Datenschutz durch sie substanziell gestärkt. Verantwortlichkeiten im Datenschutz sind zu regeln und Prozesse zur zeitnahen Bearbeitung (und evtl. Meldung) von Datenschutz-Vorfällen sind einzurichten. Zudem wurden die Rechte der Individuen gestärkt, da sie ausdrücklicher über die Bearbeitung ihrer Personendaten informiert werden müssen und ihnen mehr Auskunfts- und Widerspruchsrechte eingeräumt wurden. Was muss im Bereich Online Marketing bezüglich DSGVO beachtet, resp. angepasst werden? Unabhängig: die Nutzer-Zustimmung muss losgelöst von den AGBs sein und die Zustimmung muss keine Voraussetzung sein um die Services nutzen zu können Aktives Opt-in:

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Multi Channel Management 2019

Aus dem Unterricht Multi Channel Management 2019 berichtet Martin Honegger Odilo hat uns im Unterricht in anschaulichen Beispielen  erklärt was Multi Channel Management 2019 wirklich bedeutet und was dabei die kritischen Erfolgsfaktoren sind. Multichannel im Vertrieb ist der strategische Ansatz des Handels und der Dienstleister, die (potenziellen) Konsumenten auf mehreren verschiedenen Kanälen zu erreichen. Wobei es immer wieder Abgrenzungsprobleme zwischen den Begriffen «Omnichannel», «Crosschannel» und eben «Multichannel». Gemäss Odilo Lamprecht sei mit allen Begriffen das ungefähr Gleiche gemeint, deshalb verwende er immer den Begriff «Multichannel». Untenstehend eine systematische Übersicht über den «Best Practice» Ansatz bei gelungenen «Multichannel Experiences». Das ganze wird nun «bottom-up» durchorchestriert. Bei der Strategie stellen sich dabei folgende wichtigen Fragen: 1. Vision Wo will ich hin ? 2. Mission Was für ein Nutzen erfülle ich für den Kunden ? 3. Ziele Welche Ziele möchte ich erreichen? Gemäss dem Referenten ist dies der wichtigste Prozess von allen und sollte dementsprechen seriös und breit abgestützt geplant werden. Wenn hier keine Strategie vorhanden, wird der Multichannel Ansatz nicht funktionen. Die nächsten wichtigen Faktoren sind, nach der Definition der Stategie, die Folgenden: 1.Systeme Ein fundamentaler Bestandteil für die Umsetzung einer MultiChannel-Strategie ist eine solide und auf die Ziele ausgerichtete Systemlandschaft. Je nach Bedarf müssen Systeme wie ein CRM, PIM / DAM, Analytics oder Service Modul angeschafft und eingeführt werden, bevor mit der Umsetzung gestartet werden kann. 2.Prozesse Genauso wichtig wie die Systeme sind die Prozesse in einem Unternehmen. Diese müssen zwingend angepasst werden, bevor ein Projekt im Bereich Multi-Channel Management 2019 beginnt. Eine nachträgliche Anpassung der Prozesse ist zwar möglich, jedoch sehr aufwändig und kostenintensiv. 3. Menschen Was oft vergessen wird, sind die Menschen, die schlussendlich mit den Systemen und Prozessen arbeiten müssen. Es ist erfolgsentscheidend, diese Menschen von Anfang an abzuholen und ihnen ihre Ängste und Vorurteile zu nehmen. Das beste Multi-Channel-Konzept kann nur dann funktionieren, wenn die Menschen dahinter ebenfalls funktionieren. 4. Kanäle Erst nachdem das Fundament (Systeme, Prozesse und Menschen) gelegt ist, werden die Kanäle aufeinander abgestimmt. Hier ist es wichtig, dem Kunden ein durchgängiges und nahtloses Einkaufserlebnis zu bieten. Falls die Kanäle noch nicht aufeinander abgestimmt sind, muss dies zwingend gemacht werden. Kunden sind schwierig wieder einzufangen, wenn sie innerhalb der Customer Journey nicht weiter kommen. Marketing als kritischer Erfolgsfaktor Ebenfalls wird oft vergessen, das Marketing auf ein anstehendes Multi-Channel-Business vorzubereiten. Geschieht dies nicht, bleibt die Umverteilung des Marketingbudgets aus und die Kunden erfahren nichts über die Möglichkeiten, die ihnen geboten werden. Multi-Channel-Management erfordert zwingend eine gleichmässige Verteilung der Marketing-Aktivitäten auf alle Kanäle. Nach der erfolgreichen Umsetzung einer Multi-Channel Strategie ist es wichtig, diese einerseits erlebbar zu machen und anderseits zu überprüfen und laufend zu optimieren. Ein Multi-Channel-Modul, welches nicht kontinuierlich weiterentwickelt wird, ist nicht überlebensfähig. Die digitale Welt entwickelt sich so rasch weiter, dass der Kunde von einem Unternehmen andauernd Neuerungen erwartet. Das Wichtigste: Der Kunde steht im Mittelpunkt der Aktivitäten und der Kunde entscheidet bezüglich der Kanalnutzung. Die Multichannelstrategie sollte deshalb vom Kunden aus gedacht werden und nicht umgekehrt. Fazit: Odilo hat uns in spannenden und anschaulichen Beispielen aufgezeigt, auf was alles geachtet werden muss, bei der Umsetzung von Multi Channel Management 2019. Es hat Spass gemacht und wir Studenten haben viel mitnehmen können.

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Multi-Channel 2019

Aus dem Unterricht Multi Channel 2019 berichtet Alexander Marfurt Was ist Multi-Channel 2019? Multi-Channel 2019 wird verwendet, sobald verschiedenste Personen aus einer Zielgruppe über unterschiedlichste Kommunikations- und Vertriebsmassnahmen erreicht werden sollen. Zudem ist zu wissen, dass es mittlerweile verschiedenste Begriffe für die erwähnte Mehrkanalstrategie gibt. Multi-Channel wird in gleichen Atemzug mit Cross-Channel genannt. Somit gibt es keinen signifikanten Unterschied um Multi- resp. Cross-Channel auseinander halten zu können. Wie erwähnt spricht man von Multi-Channel, wenn zwei oder mehr Kanäle gleichzeitig genutzt werden. Es wird zwischen drei Grundtypen von Kanälen unterschieden. Quelle: https://www.saxoprint.de/b2bmanager/glossar/customer-touchpoints/ Warum Multi-Channel? Durch das Aufkommen des E-Commerce und die Etablierung des digitalen Verkaufkanals, ist der Multi-Channel erst geboren. Nebst den Unternehmen, welche primär auf dem Online-Weg Ihre Produkte vertreiben, setzen auch stationäre Händler mittlerweile auf Onlineshops als zusätzliche Einkaufsmöglichkeit für Kunden- und wurde somit zum Multi-Channel Händler. Die Mehrkanalstrategie hat natürlich zahlreiche Vorteile für ein Unternehmen. Die einzelnen Kundenbedürfnisse können mit einer perfekt implementierter Multi-Channelstrategie flächendeckend und effizient erfüllt resp. befriedigt werden. Die Vertriebsleistung kann so jederzeit den Bedürfnissen der einzelnen Kundengruppen angepasst werden. Die bisher nicht erreichten Geschäfts- und Kundensegmente, können mit der Multi-Channel Strategie einfach erschlossen werden. Was sind die Risiken bei einer Multikanalstrategie Durch den Einsatz verschiedenster Vertriebskanäle können sich die Kanäle womöglich gegenseitig konkurrenzieren. Dies kann bedeuten, dass bei einem Aufbau eines neuen Vertriebskanals, die bestehenden Kanäle an Absatz verlieren. Dies kann eine Verlagerung vom stationären Handel zum E-Commerce sein. Das konkurrenzieren führt womöglich nur dazu, dass bestehende Umsätze von einem Kanal zum anderen Kanal verlagert werden, bei gleichzeitig höheren Kosten. Eine Zunahme der Komplexität in der Distribution, die mögliche Zunahme des Steuerungsaufwands und eine geringere Kontrolle sind weitere Risiken des Multi-Channel Handels. Was bringt die Zukunft? Wenn man sich vertiefter mit dem Thema «Mehrkanalstrategie» auseinandersetzt, kommt man nicht am Begriff Omni-Channel vorbei. Omni-Channel ist die Weiterentwicklung von Multi-Channel bzw. Cross-Channel. Die Kunden nutzen bei Omni-Channel mehrere Vertriebskanäle parallel. Für den Kunden ist Omni-Channel somit eine positive Entwicklung. Mit einer nahtlosen Einkaufserfahrung über die verschiedensten Kanäle, wird das Einkaufen noch bequemer. Omni-Channel in einem Beispiel erklärt: Verschiedenste Buchhändler vertreiben Ihre Bücher mittlerweile über verschiedenste Kanäle. Sie als Kunde informieren sich online über ein interessantes Buch. Dieses Buch bestellen Sie sich gleich Online und lassen es sich allerdings statt nach Hause in Ihre nächste Filiale liefern und holen es ab. Diese Variante eines Einkaufs ist noch eine einfache Möglichkeit von Omni-Channel. Mittlerweile es ist nahezu unmöglich, jede mögliche Kombination von Transaktionen, Interaktionen, Möglichkeiten und Funktionalitäten zu definieren. Eine Auswertung der CSS-Versicherung aus dem Jahre 2018 zeigt, dass die Kundengruppe welche digitale und analoge Kanäle kombiniert nützen, um 34% in den letzten zwei Jahren zugenommen hat. Die reinen digitalen «Interagiere» haben 13% zugenommen. Es zeigt sich, dass die «Hybrid» Variante stark zunimmt und die Multi-Channel Strategie somit auch ein Bedürfnis von den einzelnen Kundengruppen ist. Fazit Grundsätzlich gilt- Als erstes muss der Kunde verstanden werden, bevor eine Multi-Channel Strategie eingeführt werden kann.  Das Ziel muss sein, eine einheitliche und begeisternde Customer Experience dem Kunden bieten zu können. Umso mehr Kanäle ein Kunde auf seine Bedürfnisse ansprechen umso höher ist die Chance auf eine gesteigerte Wahrnehmung im Markt erreichen zu können. Bei falschem oder unkontrolliertem einsetzen dieser Kanäle, besteht die Gefahr, ein negatives Markenimages zu schaffen. Alle Schritte der Customer Journey sollen auf sämtlichen Kanälen konstant analysiert und entsprechend abgestimmt werden. So kann dem Kunden das Angebot sowie das Markenimage nähergebracht werden. Agieren alles Touchpoints übereinstimmend aber doch für jeden Kanal individuell, wirkt sich das entstandene Einkaufserlebnis positiv auf die Kundenbeziehung aus. Um Kunden ein möglichst barrierefreies und positives Kundenerlebnis bieten zu können, führt kein Weg an Multi-Channel 2019, Cross-Channel oder Omni-Channel vorbei. Quellenverzeichnis: Quelle: Andreas Förster (2014). Kundenkommunikation: E-Mails, Briefe und Kampagnen Multi-Channel-Methoden für Print und Digital (1. Aufl.). Frankfurt am Main, Deutschland: Frankfurt Allgemeine Buch https://www.cmm360.ch/cross-channel-vs.-omnichannel-die-vernetzung-der-kanäle

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Key Account Management 2019

Aus dem Unterricht Key Account Management 2019 berichtet Andy Krapf Die Digitalisierung, Professionalisierung des Einkaufs oder die zunehmende Komplexität prägen seit den Nullerjahren den betrieblichen Alltag. Die Post stand auch vor diesen Herausforderungen und hat sich 2003 entschieden, die Kunden durch Direktverantwortliche oder Single Points of Contact (SPOC) zu betreuen. Die Kunden wurden dabei in Brief- respektive Paketkunden, nach Branchen und in Regionen aufgeteilt. Die wichtigsten Kunden der Post, mit einem Jahresumsatz und einem potentiellen Umsatz von über CHF XY Mio., werden seither durch spezialisierte Key-Account-Management-Teams betreut. Direktverantwortliche kennen Trends und Treiber der Kunden, stossen Initiativen an, schliessen Neugeschäfte ab, spielen Learnings ins Unternehmen zurück, pflegen Beziehungen und sichern die bestehenden Umsätze mit den Kunden. Gemäss John Charles gibt es vier Ebenen in Geschäftsbeziehungen. Wenn keine Beziehung etabliert ist oder wenn man als Unternehmen neu am Markt auftritt, wird man als «Lieferant» wahrgenommen. Besteht zwischen zwei Unternehmen eine etablierte Geschäftsbeziehung, spricht man von einem «bewährten Lieferanten». Die nächste Stufe erreicht ein Unternehmen, wenn sich ein Kunde bei Herausforderungen proaktiv meldet und gemeinsam mit ihnen nach Lösungsansätzen sucht. In dieser Stufe wird ein Zulieferer als «Problemlöser» wahrgenommen. In der vierten und höchsten Stufe einer Geschäftsbeziehung wird ein Partner als «strategischer Berater» in die Planung künftiger Geschäftstätigkeiten mit eingebunden. Bei der Schweizerischen Post kümmern sich die Direktverantwortlichen täglich darum, dass die wichtigsten Kunden die Post als wertvollen Partner sehen und mit ihr die Zukunft planen. Damit man Schlüsselkunden massgeschneiderte Lösungen verkaufen kann, muss man die Kunden verstehen. Gute Direktverantwortliche setzen sich mit Branchen und Kunden auseinander, stellen Fragen und möchten verstehen, warum ein Kunde etwas tun möchte. Die Account-Planung wird bei der Post entsprechend akribisch ausgeführt. Im Rahmen einer Portfolio-Analyse werden Kunden in A-, A+-, B- und C-Kunden eingeteilt. Mit A-Kunden generiert die Post hohe Umsätze, aber das Potential ist ausgeschöpft. Ein A+-Kunde hat hohes Potential und erzielt hohe Umsätze. Ein B-Kunde hat grosses Potential, bringt aber wenig Umsatz. Mit C-Kunden macht die Post wenig Umsatz, und Potential weisen diese Kunden auch nicht auf. Auf welche Kunden sich die Direktverantwortlichen fokussieren, hängt dabei von der Marktpenetration ab. Bei der Account-Planung werden die Kunden anschliessend durchleuchtet. An Entscheidungsprozessen beteiligte Personen werden anhand vielfältiger Kriterien eingeteilt und die politischen Strukturen beim Kunden abgebildet. Trends, Treiber und Initiativen von Branchen werden herausgearbeitet. Ausserdem schauen sich die Direktverantwortlichen die bisherige Geschäftsbeziehung genau an und versuchen zu klären, wie viel Potential ein Kunde zusätzlich hat. Basierend auf den zur Verfügung stehenden Informationen werden Ziele, Strategien und Massnahmen pro Kunde abgeleitet. Bei der praktischen Umsetzung fokussieren sich die Direktverantwortlichen auf die «richtigen» Opportunitys. Eine solche ist gegeben, wenn ein Projektteam beim Kunden existiert, das Projekt beim Kunden hohen strategischen Wert geniesst, ein zwingender «Pain» beim Kunden vorhanden ist und Budget zur Verfügung steht. Wenn eine solche Opportunity gegeben ist, geht es wieder in die Planung. Dabei greifen die Direkt-verantwortlichen folgende Fragen auf: Sind wir wettbewerbsfähig? Können wir gewinnen? Lohnt es sich zu gewinnen? Was brauchen wir, um zu gewinnen? Wie man unschwer erkennen kann, geniesst die Planung bei John Charles einen hohen Stellenwert. Sein Mantra «If you fail to plan, you plan to fail!» zog sich durch den Morgen, den wir mit ihm verbracht haben, und hat sich tief in die Köpfe der Studenten eingegraben. Fazit Die meisten Studenten in unserem CAS arbeiten in KMUs. Die Angebote, die diese Unternehmen an ihre Kunden liefern, sind oftmals nicht massgeblich für den strategischen Erfolg eines Kunden verantwortlich. Deshalb stehen Unternehmen vor der Herausforderungen über Angebotserweiterungen und/oder Zusatzdienstleistungen ihre Kundenbeziehung zu verbessern. Sonst laufen Unternehmen Gefahr sich einem zunehmenden Preiskampf auzusetzen. John Charles hat eine Vielzahl an spannender Ansätzen aufgezeigt, welche die Studenten in die Unternehmen tragen können.

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